Brandheisse News aus der PV-Welt. Präsentiert von PHIL.


 
 

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13 Dezember 2010

Einspeisevergütung 20 Jahre lang

Allgemein
 

“Bekomme ich die Einspeisevergütung auch wirklich 20 Jahre lang?

Normalerweise ja, denn für die Höhe und Dauer der Einspeisevergütung ist die Rechtslage bei der Inbetriebnahme der PV-Anlage entscheidend. Das EEG schreibt vor, dass der Strom plus das Jahr der Inbetriebnahme abgenommen und vergütet werden muss. Sollte das EEG zu einem spätere Zeitpunkt geändert oder sogar abgeschafft werden, betrifft dies nur  >>zukünftige<< PV-Anlagen (d. h. PV-Anlagen, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig in Betrieb genommen und an das Stromnetz angeschlossen sind). Rückwirkende Änderungen des EEG, die dem grundgesetzlich garantierten Rechtsgrundsatz des Bestandschutzes widersprechen, sind nur mit einer Zweidrittelmehrheit des Bundestages möglich und somit als sehr unwahrscheinlich anzusehen.”

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Quelle: Photovoltaik für Profis  Antony, Dürschner, Remmers

10 Dezember 2010

PV-Anlagen und die Frage ihrer Verschattung

Allgemein
 

“Solargeneratoren mögen keine Verschattung. Grund dafür ist die Tatsache, dass Solarzellen innerhalb von Solarmodulen meistens seriell geschaltet sind. Dies führt dazu, dass auch Verschattungen von einzelnen Solarzellen zur Lahmlegung eines ganzen Strangs führen. Selbst eine gewöhnliche Fernsehantenne ( Yagi-Antenne ) oder eine Stromleitung bzw. ein Strommast reicht aus um den energieertrag einer PV-Anlage negativ zu beeinflussen. Es ist deswegen wichtig, den Installationsort einer PV-Anlage auch hinsichtlich möglicher Verschattungsgegenstände unter die Lupe zu nehmen. Der beste Installationsort ist natürlich der, an dem die Sonnenstrahlung die Solarmodule völlig ungehindert erreicht; und solche Orte sind nicht immer zu finden. Die meisten Schatten treten aber erst bei tief stehender Sonne  (um 9:00 Uhr vormittags bzw. um 17 Uhr nachmittags) auf und führen deswegen nicht zu starken Energieertragsverlusten. Problematisch wird die Situation nur, wenn nachträglich Verschattungen auftreten, weil beispielweise die benachbarte Umgebung durch neue Gebäude oder sonstige Objekte verändert wird; und hier ist der sachliche Dialog mit dem Nachbarn oft die beste Lösung.”

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Quelle: Photovoltaik Stratis Karamanolis

06 Dezember 2010

Gewaltiger Erfolg

Allgemein
 

“Das Jahr 2010 war ein gewaltiger Erfolg für den Umbau der Stromversorgung in Richtung erneuerbarer Energien. Hunderttausende neuer Solarstromanlagen werden am Ende des Jahres mindestens die Leistung von sechs Atomkraftwerken ersetzen und dabei ein weiteres Prozent an der gesamten jährlichen Stromerzeugung liefern. Der Erfolg wird noch dadurch vergrößert, dass die dabei installierten Anlagen fast alle in den Händen von Bürgern oder landwirtschaftlichen und kleineren Unternehmen sind. Mit Ihrer Bereitschaft, in die durchaus mit Risiken behaftete Stromerzeugung einzusteigen, haben sie alle ein klares Signal gesetzt: weg von der Konzentration der Stromerzeugung durch wenige Unternehmen, weg von den endlichen und brandgefährlichen fossil-nuklearen Erzeugungsarten, hin zu den Verbrauchern.

Gleichzeitig wird mit diesem massiven Ausbau deutlich, wozu Solarstrom noch in der Lage ist: Weit größere Strommengen als noch bis vor kurzem gedacht können auch ohne den Umbau von Netzen dezentral erzeugt werden. Angesichts steigender Effizienz in der Leistungselektronik und der direkten Nähe der Anlagen zum Verbraucher liegt dies im Grunde auf der Hand. Für die Mehrheit der ewig Gestrigen in Politik und Medien scheint es dennoch schier unfassbar, dass dies in einer von Atomkraftwerksblöcken dominierten Energiewelt möglich ist. Aber diese Art Leute hielten auch schon die Einführung von PC oder Internet für Spielerei.

Solarstrom steht immer dann bereit, wenn viel Strom gebraucht wird, nämlich mittags. Neueste Studien zeigen, dass diese Eigenschaft, in Kombination mit der Nähe der Stromproduktion zum Verbraucher, den Wert des Stroms massiv erhöhen. Es zeigt sich, dass den Investitionen ein direkter Wert, nicht nur in Produktion und Handwerk, sondern auch in Stromerzeugung und -verbrauch entgegensteht.

Für mich persönlich ist der Erfolg umso größer, wenn ich sehe, welch niedriges Kostenniveau wir bei der Installation von Photovoltaik-Anlagen erreicht haben. Habe ich 1992 die ersten Photovoltaik-Anlagen noch für einen Preis von ca. 14.000 Euro pro Kilowatt verkaufen müssen, so liegen die Anlagen heute bereits mehrheitlich deutlich unter 3.000 Euro pro Kilowatt. Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn die Erfolge in Produktion und Entwicklung auch zukünftig mit stabilen Rahmenbedingungen ausgebaut werden können.

Dem großen Erfolg im Solarstrombereich steht derzeit leider wieder eine schwache Entwicklung im Bereich der solarthermischen Energieerzeugung gegenüber. Auch nach der Wiedereinführung des Markt-Anreiz-Programms ist die Nachfrage nur zögerlich zurückgekehrt. Hier rächt sich die politische Fehl- Steuerung mit unverlässlichen Markteinführungskonditionen. Wie auch schon in einem älteren Newsletter beschrieben, führt dies zu einer Zersplitterung der Branchenkräfte im erneuerbaren Wärmebereich. Es müssen dringend Regelungen für diesen Sektor gefunden werden, die es ermöglichen zumindest die Ziele der Bundesregierung zu erreichen.“

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Quelle: photovoltaik.eu -Karl-Heinz Remmers

03 Dezember 2010

Schnee auf den Modulen

Allgemein
 

“Schnee hat einen geringen Einfluss auf den Anlagenertrag als oft angenommen, da er  in einer ohnehin ertragsschwachen Jahreszeit fällt. Das soll die nachfolgende Tabelle verdeutlich. Prozentuale Verteilung der Anlagenertrags über die Jahreszeiten.

Frühling

März      April        Mai

Anteile in %          7,9         11,3      13,4

Gesamt in %                        32,6

Sommer

Juni        Juli          August

Anteile in %         12,4       13,6       12,2

Gesamt in %                    38,3

Herbst

Sep.       Okt.         Nov.

Anteil in %            9,2          7,4          3,2

Gesamt in %                       19,8

Winter

Dez.       Jan.        Feb.

Anteil in %            1,9          2,9          4,5

Gesamt in %                        9,3

Eine über die gesamten Wintermonate Dezember, Januar und Februar vollständig  verschneite Anlage bringt also etwa 10 % weniger Ertrags eine schneefreie Anlage. Ist der Generator in dieser Zeit 1 Woche lang mit Schnee bedeckt, liefert er etwa 0,5 % weniger an Jahresertrag. Pro kWp bedeutet das für diese Woche einen Verlust von etwa 2 €.

Der Aufwand, die Module vom Schnee zu befreien, lohnt also erst bei besonders großen Solarstromanlagen.

* Eine vollständige Bedeckung über einen so langen Zeitraum ist  relativ selten, kann aber in schneereichen Gegenden bei sehr flacher Generatorneigung auftreten.”

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Quelle: Photovoltaik für Profis-Antony, Dürschner, Remmers

01 Dezember 2010

Worin liegen die Vorteile der Photovoltaik

Allgemein
 

“Solarstromanlagen bieten große technologische und industrielle Chancen für Deutschland, amortisieren sich durch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung über 20 Jahre im Rahmen des EEG und lassen sich obendrein zinsgünstig durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und verschiedene Banken finanzieren.

Im Detail bedeutet das:

  • Photovoltaik ist ein sicheres, weitgehend risikoloses Geschäft. Investition und Ertrag sind überschaubar und langfristig kalkulierbar.
  • Photovoltaiksysteme sind einfach und schnell zu installieren und bieten mehreren Gewerken ein lukratives Geschäftsfeld. Zweistellige Zuwachsraten sorgen für neue Umsatzchancen im Handwerk. Das sichert vorhandene Arbeitsplätze  und schafft neue.
  • Photovoltaikanlagen sind dank der garantierten Einspeisevergütung des EEG eine lohnende Geldanlage, mit der eine gute Rendite erzielt werden kann.
  • Photovoltaische Stromerzeugung ist robust, fehlertolerant und extrem wartungsarm. Der photovoltaische Effekt kommt ohne bewegte Teile aus. Während der Stromproduktion wird in den Solarzellen nichts verbraucht, sodass keine  Stoffströme stattfinden. Betriebsbedingte Abnutzungen durch bewegte Teile oder Stoffe können somit ausgeschlossen werden.
  • Photovoltaische Stromerzeugung findet ohne Verbrennung auf einem vergleichsweise niedrigen Temperaturniveau statt. Eine thermische Belastung der Komponenten, wie sie beispielweise in Heizkesseln üblich ist entfällt.
  • Die Beständigkeit der heute in Photovoltaiksystemen eingesetzten Materialien gegen Witterung, UV Strahlung oder jahreszeittypische Temperaturschwankungen sind in Langzeittests hinreichend bewiesen. Nicht zuletzt gilt die jahrzehntelange Verwendung in der Raumfahrtechnik, unter anderem zur lebenswichtigen Stromversorgung von Raumstationen, als Beweis für die Beständigkeit und Verlässlichkeit dieser Technologie.
  • Photovoltaikanlagen weisen eine positive Energiebilanz auf. Unter deutschen Standortbedingungen gewinnen sie bereits nach etwa 1,5 bis 4 Jahren die zur Herstellung der Anlage notwendige Energie zurück.
  • Solarmodule sind wiederverwendbar. Verschiedene Technologien ermöglichen es, die Module nach Ablauf ihrer Lebensdauer oder bei vorzeitiger Beschädigung zu recyceln. Verschleißfreie Komponenten wie Solarzellen, Glasfront oder Aluminiumrahmen können  wiederverwendet werden.
  • Mit einer Photovoltaikanlage kann jeder seine persönliche Ökobilanz aufbessern, den CO2-Ausstoß reduzieren und mit seinem Beispiel für die Nutzung erneuerbarer Energien werben.
  • Photovoltaikanlagen fördern ein neues Bewusstsein im täglichen Umgang mit Energie. Oft werden-ausgelöst durch die Entscheidung für eine Anlage-Haushaltsgeräte oder auch Lebensgewohnheiten auf unnötigen Strom- und Energiekonsum hinterfragt.
  • Die Installation einer Photovoltaikanlage führt zu einer Wertsteigerung des Gebäudes.”

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Quelle: Photovoltaik für Profis-Antony, Dürschner, Remmers