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14 September 2011

Kräftiger Zuwachs bei Photovoltaik

Allgemein
 

RWE hat den eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr gegenüber 2010 verdoppelt. 95 Prozent davon waren Solarstrom.

Der Energiekonzern RWE hat im vergangenen Jahr rund 60.000 Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien ans Stromnetz angeschlossen. 95 Prozent davon seien Photovoltaikanlagen, teilte RWE am Freitag in Essen mit. Beim Rest handele es sich vor allem um Windräder. Damit waren bis Ende 2010 rund 180.000 Anlagen zur alternativen Energieerzeugung an das RWE-Stromnetz angeschlossen. Der Zubau wuchs gegenüber 2009 um 50 Prozent. Bis
Ende 2011 rechnet RWE mit weiteren 60.000 Anlagen.

Durch den Zubau stieg die Höhe der installierten Leistung im Gebiet des
bundesweit größten Stromerzeugers um mehr als 20 Prozent auf rund 12 000
Megawatt. Die Menge der tatsächlich ins öffentliche Netz eingespeisten “grünen” Energie stieg um 7 Prozent auf 18 Milliarden Kilowattstunden. Ursache für
den relativ geringen Zuwachs sei das windarme Jahr 2010. Die 18 Milliarden
Kilowattstunden reichen nach RWE-Angaben zur Versorgung von fünf Millionen Haushalten.

Mit dieser Anschluss-Bilanz leisten die Verteilnetzbetreiber der RWE Deutschland-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um die Energiewende zu ermöglichen. Dafür notwendig ist auch mehr Intelligenz im Netz. Hier arbeitet RWE Deutschland an verschiedenen Projekten: Im Eifelkreis beispielsweise wird mit „Smart Country“ im realen Netzbetrieb erprobt, wie der starke Zubau an dezentralen Anlagen vor allem auf dem Land effizient in den Netzbetrieb eingebunden werden kann, ohne dass die Versorgungssicherheit leidet. In Mülheim an der Ruhr hat RWE Deutschland mit Partnern aus der Wirtschaft und der Wissenschaft kürzlich den Startschuss für einen Feldtest zum intelligenten Stromverbrauch mit bis zu 1.100 Haushalten gegeben. Dieser Feldtest ergänzt „Mülheim zählt“, das größte Smart-Meter-Projekt Deutschlands: Bis zum kommenden Jahr.

Quelle: dpa/William Vorsatz

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09 September 2011

Programm für zügigen Solarstrom-Ausbau in Europa vorgelegt

Allgemein
 

Internationales Photovoltaik-Expertengremium kritisiert langwierige Genehmigungsverfahren / One-Stop-Shop-Modell soll flächendeckend eingeführt werden / Recht auf vorrangigen Netzanschluss und Gebührenfreiheit gefordert

Um den Ausbau von Solarstrom in ganz Europa zügig voranzubringen, haben sich Photovoltaikverbände aus zwölf EU-Staaten auf ein Beschleunigungs-Programm verständigt. Im Zentrum der Forderungen, die sich an Politiker und Netzbetreiber richten, stehen konkrete Empfehlungen zur Vereinfachung von Genehmigungs- und Netzanschlussverfahren. Das Programm wurde von der international besetzten Projektgruppe “PV LEGAL” erarbeitet, die vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) koordiniert wird. “Durch die Vorschläge könnten deutliche Kostenreduktionen für Investoren, aber auch Entlastungen für Behörden und Bürger erzielt werden”, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar. Für das Programm wurden die rechtlich-administrativen Rahmenbedingungen für die Installation von Solaranlagen analysiert sowie die praktischen Erfahrungen der Industrie in Bezug auf Kosten, Zeit und Aufwand quantifiziert.

Eine der größten Wachstumsbremsen für Solarstrom sind demnach die Genehmigungsverfahren. So müssen Anlagenbetreiber oft mehrere Jahre auf eine Lizenz warten, bevor mit der Planung der Anlage begonnen werden kann. Nachdem auf Betreiben von PV LEGAL dieses Hindernis im vergangenen Jahr beispielsweise für Aufdachanlagen in Griechenland schon deutlich verbessert werden konnte, fordert das Projekt jetzt eine breite Genehmigungsfreiheit für alle kleinen Solaranlagen auf Dächern in Europa. Für alle anderen Anlagen sollen schlanke Genehmigungsverfahren mit nur einer administrativen Anlaufstation (“One-Stop-Shop-Modell”) wie in Portugal eingeführt werden, wo das Verfahren zur Genehmigung von Kleinanlagen vor einigen Monaten auf eine einfache Übermittlung der Anlagendaten im Internet umgestellt wurde. Auf Bearbeitungsgebühren sollte nach Möglichkeit ganz verzichtet werden. “Wenn aber Gebühren erhoben werden, sind sie transparent auszuweisen”, fordert Jörg Mayer. Auch der Handel mit PV-Genehmigungen ist zu unterbinden.

Eine Vereinfachung der Strukturen ist auch bei den Modalitäten zum Netzanschluss dringend notwendig. Dazu gehört, dass der Gesetzgeber ein Recht auf Anschluss erneuerbarer Anlagen formuliert und angemessene Fristen setzt, etwa einen Zeitraum von sechs Wochen. “Der vorrangige Anschluss von Erneuerbaren-Energien-Anlagen ist im übrigen in der Europäischen Richtlinie für die Förderung Erneuerbarer Energien vorgesehen”, betont Jörg Mayer. Nichteinhalten der Fristen sollte mit Strafe geahndet werden. Ebenfalls wichtig: Nicht nur Netzbetreiber, auch zertifizierte Installateure sollten Anlagen ans Netz anschließen dürfen.

Die Photovoltaik-Experten der Verbände plädieren zudem für eine staatliche Vorgabe, Netzdaten wie die Auslastung des regionalen Verteilnetzes, Kapazität und Spannungsebene öffentlich einsehbar zu machen, beispielsweise über das Internet. Ferner sollen unabhängige Institutionen prüfen, wie viel Solarstrom in verschiedenen Regionen Europas in die bestehenden Netze integriert werden kann. Die Raumplanung, so eine weitere Forderung des Expertengremiums, dürfe die Erneuerbaren Energien gegenüber Kohle oder Atom nicht diskriminieren.

Quelle: BSW Soalr

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08 September 2011

Solarförderung soll um 15 Prozent sinken

Allgemein
 

Die Förderung für Photovoltaik-Anlagen soll wegen erhöhten Zubaus zum Jahresende stärker gekürzt werden als bisher geplant. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Regierungskreise.

Solar-Dachanlage

Offiziell von Bundesumweltminister Norbert Röttgen verkündet ist die Kürzung um 15 Prozent noch nicht

Foto: BEE/Andreas Labes

Nach monatelanger Flaute sind demnach in Deutschland im Sommer wieder deutlich mehr Solaranlagen auf Dächer und Felder gebaut worden. Allein im Juni und Juli sei nach Angaben aus Branchen- und Regierungskreisen mehr Photovoltaik-Leistung installiert worden als in den gesamten übrigen Monaten des Jahres 2011. Das teilt Reuters mit.

Damit sei klar, dass die Solarförderung zur Jahreswende stärker gekürzt werde als die regulären neun Prozent, sagten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur. Als wahrscheinlich gelte nun eine Kappung um 15 Prozent.

Über 4.000 Megawatt in zehn Monaten installiert

Allein im Juni seien rund 800 Megawatt Solarleistung installiert worden, fast die Leistung eines AKW-Blocks. Im Juni wurden offenkundig viele Anlagen installiert, weil mit einer Kürzung im Juli gerechnet wurde. Diese fiel aber aus, weil im Frühjahr deutlich weniger gebaut wurde als erwartet. Im Juli seien deshalb rund 450 Megawatt dazugekommen.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt fest, dass sich die Förderungshöhe nach dem Zubau an Anlagen richtet: Kommen viele dazu, wird auch stark reduziert. Ausschlaggebend für die Verknappung der Sätze zum Jahreswechsel ist der Zeitraum zwischen Oktober 2010 und September 2011. Da bereits bis Juli 2011 über 4.000 Megawatt installiert worden seien, werde in der Regierung bis Ende September mit gut 5.000 Megawatt gerechnet.

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Quelle: photovoltaik.eu

07 September 2011

Photovoltaik-Produktion 2010 verdoppelt

Allgemein
 

Die Solarbranche ist eine der am schnellsten wachsenden Industrien der Welt, ergibt der 10. PV Status Report des European Commission’s Joint Research Centre (JRC). Damit das so bleibt, soll die Wirtschaft Maßnahmen ergreifen.

Im vergangenen Jahr hat sich das Produktionsvolumen von Solar-Modulen mehr als verdoppelt, auf 23,5 Gigawatt weltweit. Das geht aus dem 10. PV Status Report des JRC hervor. Seit 1990 hat sich das Volumen damit um das 500-fache gesteigert.

Den Wachstumsschub im Jahr 2010 verdankt die Branche vor allem Europa. Das Marktvolumen für neu installierte Photovoltaik-Anlagen betrug dort vergangenes Jahr je nach Schätzungen zwischen 17 und 19 Gigawatt. Die Untersuchung des JRC zeigt, dass die Europäische Union (EU) mit einer Kapazität von über 29 Gigawatt führend in diesem Bereich ist.

2015 sollen die Investitionen auf 70 Milliarden Euro steigen

Die Solar-Module und -Zellen selbst stammen inzwischen in erster Linie aus China, gefolgt von Taiwan, Deutschland und Japan. Zu den größten Produzenten gehören First Solar, Q-Cells, REC und Solarworld.

Sie alle bekommen derzeit die schwierige Marktlage zu spüren. Die Preise von Modulen fielen um fast 50 Prozent in den vergangenen Jahren. Den Grund sehen die Autoren der Studie im Wandel von einem versorgungs- zu einem nachfrage-getriebenen Markt und den daraus resultierenden Überkapazitäten. Analysten schätzen, dass sich die Investitionen in Photovoltaik-Technologie sich zukünftig zwar verdoppeln könnten, von 35 bis 40 Milliarden im Jahr 2010 auf über 70 Milliarden Euro im Jahr 2015. Der Preis für Module soll in dieser Zeit aber kontinuierlich fallen.

Maßnahmen für weiteres Wachstum ergreifen

Trotz der momentanen Schwierigkeiten auf dem Photovoltaik-Markt steigt die Zahl der Markteinführungsprogramme weltweit allerdings dem Report zufolge nach wie vor. Hinzu kommen steigende Energiepreise sowie der Druck, den Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Alle drei Faktoren werden nach Einschätzung der Experten dazu führen, dass die Nachfrage nach Solar-Anlagen auch langfristig hoch bleibt.

Um die hohen Wachstumsraten der Branche aufrecht zu erhalten, raten die Autoren zu verschiedenen Maßnahmen: So sollen Produzenten von Silizium-Zellen den Materialverbrauch reduzieren. Schließlich sind die Kosten für das Silizium einer der wichtigsten Faktoren für den Preis dieser Solar-Zellen. Gleichzeitig plädiert das JRC für eine vermehrte Herstellung von Dünnschichtzellen und eine schnellere Einführung von Konzentratorzellen, Concentrated photovoltaikcs (CPV). Diese Technologie setzt statt der Halbleiter günstigere Konzentrationslinsen ein, typischerweise bestehen sie aus Kunststoff.

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Quelle: photovoltaik.eu

06 September 2011

Solarstrom bis 2020 wettbewerbsfähig

Allgemein
 

Die Photovoltaik soll schon in den kommenden Jahren mit konventionellen Energien konkurrieren können. Das ergibt eine Studie des Europäischen Solarverbands EPIA.

Die Organisation EPIA hat die fünf größten Solarmärkte Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien untersucht. Bis zum Jahr 2020 soll Solarstrom demnach die fossilien Energien einholen. Der Verband stellte die mit der Beratungs-Firma A.T. Kearny erstellte Studie gerade auf der Branchenmesse PVSEC vor.

Als erstes Land soll Italien in zwei Jahren in einigen Segmenten mit konventionellen Energieträgern konkurrieren können. Dann sei die dynamische Netzparität erreicht. Die anderen Länder zögen je nach Sonneneinstrahlung bis zum Jahr 2020 nach.

Im Erzeugungsportfolio bald so attraktiv wie fossile Anlagen

Schon in drei Jahren soll es für Investoren ebenso attraktiv sein, eine Photovoltaik-Anlage ins Erzeugungsportfolio aufzunehmen, wie ein fossiles Kraftwerk. Dies könnte bei Freiflächenanlagen in Italien der Studie zufolge im Jahr 2014 der Fall sein. Der Rest der fünf Länder soll auch hier bis zum Jahr 2020 aufschließen.

Die Preise für Solarmodule sind laut EPIA in den vergangenen fünf Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Bis zum Jahr 2020 dürften sie laut der Studie noch einmal um 50 Prozent fallen. Die Energie-Erzeugungskosten für Solarstrom sollen entsprechend sinken.

Extrene Effekte finanziell spürbar machen

Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Sonnenstroms sind allerdings laut der Untersuchung die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Diese sind auch für ein beschleunigtes Auslaufen von unterstützenden Maßnahmen wie Einspeisetarifen nötig. Die EPIA schlägt deshalb vor, Subventionen für andere Energieträger ebenfalls auslaufen zu lassen und externe Effekte aller Energieträger finanziell spürbar zu machen.

Ein bereits bestehender Ansatz in diese Richtung ist der Emissionshandel der Europäischen Union (EU). Damit beschränkt die EU die maximale Menge an erlaubtem Treibhausgasausstoß durch die Zahl an ausgegebenen Verschmutzungs-Zertifikaten, die verursachende Unternehmen an der Börse erwerben können.  Allerdings beschränkt  sich das Instrument nicht auf den Energiebereich. Zudem wurden Zertifikate bisher größtenteils gratis zugeteilt.

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Quelle: photovoltaik.eu


01 September 2011

Feste Einspeisetarife für Erneuerbare Energien setzen sich weltweit durch

Allgemein
 

Berlin (ots) – Zur Förderung Erneuerbarer Energien setzen sich weltweit immer häufiger feste Einspeisetarife durch. Das zeigen erneut aktuelle Entwicklungen in Japan und China. Um einen zügigen und kostengünstigen Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben, haben sich beide Länder für feste Einspeisetarife als Förderrahmen entschieden. Japan wird anstelle seines bisherigen Quotensystems ein Vorranggesetz installieren, das sich stark am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) orientiert. China wiederum hat mit landesweit gültigen Einspeisetarifen für Solarstrom erstmals den Förderrahmen für Erneuerbare Energien verlässlicher gestaltet.

“Die teilweise Kritik, feste Einspeisetarife seien zu teuer und würden an ihre Grenzen stoßen, bestätigen sich nicht”, stellt BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann fest. “Auch das EEG hat sich nicht überlebt, es ist und bleibt der zentrale Hebel für den notwendigen Umbau der Energieversorgung hierzulande.”

Nicht ohne Grund schwenken viele Staaten bei ihrer Förderpolitik auf ein System mit festen Einspeisevergütungen wie dem deutschen EEG um: Aktuelle Untersuchungen der Beratungsgesellschaft Ernst&Young haben erneut gezeigt, dass feste Einspeisetarife für Erneuerbare Energien in puncto Kosteneffizienz, Anwendbarkeit und Akteursvielfalt nicht nur den klassischen Quotensystemen überlegen sind, sondern auch so genannten Bonus-/Prämiensystemen. Die Universität Cambridge hat kürzlich ermittelt, dass in Großbritannien feste Einspeisevergütungen kostengünstiger wären als die von der britischen Regierung vorgeschlagenen Prämien-/Bonussysteme.

“Anstatt immer wieder die fruchtlose Debatte über den Fortbestand nationaler Förder- und Vorrangsysteme zu beginnen, sollten wir uns auch auf europäischer Ebene endlich an die künftige Ausgestaltung der Strommärkte machen”, fordert Klusmann. Welche Rolle könnten Kapazitätszahlungen in einem zukünftigen Marktdesign spielen? Wie werden sich die Regelenergiemärkte verändern und verändern müssen? Das, so Klusmann, seien zentrale energiepolitische Fragen, die dringend angegangen werden müssten.

Quelle: Originaltext: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.    Ronald Heinemann

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